RENAULT FLUENCE Z.E. – DER GRÜNE ZWILLING

  24 Februar 2014
Das NGM-Team hat den Renault Fluence Z.E. exklusiv für Sie getestet. Wie immer werden so wertvolle Daten für unsere Software fleetster gesammelt. So kann fleetster schon heute gewährleisten, eMobility intelligent und effizient in den Fuhrpark von Unternehmen zu integrieren. Voll normal Der erste Eindruck: Das große Auto überzeugt uns mit seinem stromlinienförmigen, eleganten Design – so sollte es sein, so können eFahrzeuge vorne mitspielen. Eine konservative Stufenheckkarosse schimpft sich so etwas. Das ist zwar optisch gesehen weder eine Designrevolution noch eine Zukunftsvision – aber man muss ja nicht gleich nach den Sternen greifen. Wenn die Leistungen stimmen, kann ein eAuto gerne völlig „normal“ aussehen – wir werden sehen. Der Innenraum wirkt ebenfalls gewöhnlich. Zum Beispiel erinnert die Form der Mittelkonsole exakt an den Bruder mit Verbrennungsmotor, den konventionellen Renault Fluence. Vorteil der verwandtschaftlichen Beziehungen: Funktionen wie ABS, Navigationsgerät und ESP gehören standardmäßig dazu. Alle Displays und Anzeigen liefern sehr viele Informationen – fast schon zu viele. Daran muss man sich definitiv erst gewöhnen. Mehr Reichweite wäre schön gewesen Die Restreichweite passt sich dem aktuellen Fahrverhalten während der Fahrt automatisch an. Das ist praktisch; die Information selbst lässt sich aber nicht ganz einfach ablesen. So wird die Reichweite nicht in Kilometern, sondern symbolisch, wie bei einer normalen Tankanzeige, angezeigt. Diese Information dann in Kilometer umzurechnen, ist nichts für Mathe-Muffel und erfordert viel Erfahrung seitens des Fahrers. Die Reichweite ist vom Hersteller mit 160 Kilometer angegeben; 110 bis 120 Kilometer ist die realistischere Bezugsgröße. Der Wagen gehört wegen seiner Maße nicht unbedingt in die Stadt, weshalb eine größere Reichweite wünschenswert gewesen wäre. Der Fluence Z.E. ist mit einem 250 Kilogramm schweren Lithium-Ionen-Akku beladen, der hinter der Rückbank verstaut liegt. Mit 22 kWh wird ein 70 kW starker Elektromotor unter der Fronthaube versorgt. Lieber solide und langweilig als unzuverlässig Der Startvorgang des Wagens verläuft erstaunlich langsam. Dann aber lässt der Fluence Z.E. seine Muskeln spielen. An dem Fahrverhalten des 1,5 Tonners gibt es fast nichts aussetzen. Manchmal wirkt der Franzose etwas schwerfällig, was sich aber nur auf Landstraßen oder Autobahnen bemerkbar macht. Das ist allerdings Kritik auf hohem Niveau; im Stadtverkehr ist man durchaus flott unterwegs. In Bezug auf das Handling besitzt der Franzose scheinbar keinerlei Ambitionen. Auch hier heißt das Motto: Lieber solide und langweilig als unzuverlässig. Fahrfreude soll durch die ruck- und geräuschlose Fortbewegung und steten Schub entstehen. Noch Fragen? Fazit Alles in allem ist der Renault Fluence Z.E. schön anzusehen und kann mit zügiger Beschleunigung mithalten – auch wenn der Fahrspaß spartanisch bleibt. Erfahrene eAutofahrer können die Restreichweite gut einschätzen, Neulinge werden hier etwas mehr Übung brauchen. Die Reichweite von 110-120km pro „Tankladung“ ist zu gering – und für ein Stadtauto ist der Renault fast schon zu groß. Ansonsten ist in der Grundausstattung alles Wichtige wie Klimaanlage, Navi und ESP enthalten. Der Renault Fluence Z.E. ist ein weiterer, grundsolider Baustein auf dem Weg zur dringend benötigten Mobilitätswende in Deutschland.