Tim Ruhoff in der Studie „Dienstleistungen für Elektromobilität“

  16 März 2015
Tim Ruhoff in der Studie „Dienstleistungen für Elektromobilität“
Im Rahmen der Studie DELFIN „Dienstleistungen für Elektromobilität – Förderung von Innovation und Nutzerorientierung“, die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung erhoben wurde, wirkte unter anderen auch Tim Ruhoff, Geschäftsführer von fleetster, im Rahmen eines Experteninterviews mit. Hauptziel der Studie war die Rolle von Dienstleistungen in der aktuellen Elektromobilitätsbranche darzustellen, sowie Potenziale bzw. Hemmnisse in der Entwicklung und Angebot aufzudecken und daraus mögliche Lösungen oder Maßnahmen abzuleiten. Die Ergebnisse der Studie Die Experten waren der Meinung, dass der Bedarf, sowie Stellenwert von Dienstleistungen für eine elektro-mobile Gesellschaft hoch bis sehr hoch sei. Denn die momentan noch vorhandenen Zugangsbarrieren und Hürden, wie geringe Reichweiten, die fehlende Dichte an Ladesäulen und Werkstätten, sowie die hohen Anschaffungskosten ließen viele Menschen vor der Nutzung von Elektroautos zurückschrecken. Den Fokus allein auf technische Fortschritte zu legen, würde, laut Meinung vieler der 27 Experten, nicht ausreichen. Vielmehr sollen Dienstleistungen genau diese Ängste und Zugangsbarrieren potentieller Nutzer minimieren, Nachteile ausgleichen und eine Brückenfunktion zwischen Mensch und Elektromobilität übernehmen. (Corporate) Carsharing bietet Nutzern die Möglichkeit ungezwungen Elektrofahrzeuge auszuprobieren, Vorteile kennenzulernen und einen Gewöhnungseffekt an eAutos zu schaffen. B2C sowie B2B Carsharing-Konzepte, wie fleetster, können den Einstieg in die Elektromobilität hinsichtlich Anmeldung, Registierung, Bezahl- und Ladevorgang etc. erheblich vereinfachen. Zielsetzung: Eine Million Elektroautos in 2020 Die Bundesregierung hat sich als Ziel gesetzt, dass im Jahr 2020 eine Million Elektroautos auf Deutschlands Straßen fahren. Am 1. Januar 2014 gab es jedoch nur 12.156 zugelassene Elektrofahrzeuge in Deutschland. Laut der Experten fehle momentan noch ein notwendiger Schub. Um die Marktpenetration der Elektromobilitätsbranche in Deutschland auszuweiten, müssten Wahrnehmung und Akzeptanz in der Bevölkerung, sowie die Infrastruktur für eAutos vor allem durch Dienstleistungsangebote verbessert werden. In diesem Zusammenhang wurde ebenfalls die Forschung im Bereich der Elektromobilität unter die Lupe genommen. Experten beklagten, dass die derzeitige Forschung sich noch zu stark auf technologische Aspekte fokussiere. Um jedoch eine zukünftige Integration von Elektromobilität zu gewährleisten, müsste die Forschung dienstleistungsorientierter, interdisziplinärer und synchronisierter werden. Nur so können echte Mehrwerte geschaffen werden. Förderinitiativen wie die Schaufensterprojekte, Leuchtturminitiativen und „Elektromobilität in Modellregionen“ haben erste Meilensteine gesetzt. Die Befragung der Experten ergab weiterhin, dass nicht nur in der Forschung, sondern auch bei Unternehmen Kooperationen untereinander ein entscheidender Schlüssel sei. Gemeinsam könnten sie Herausforderungen, Marktunsicherheiten und fehlende Kompetenzen überwinden und so den Nutzern ein umfassenderes Produkt- und Dienstleistungsportfolio anbieten. Auch seitens der Politik und Wirtschaft können Anreize gesetzt werden: Immaterielle Anreize, wie kostenlose Parkplätze oder Elektro-Umweltzonen, können das Bewusstsein für Elektromobilität erhöhen und attraktiver machen. Auch finanziell können Kunden durch Steuererleichterungen, Sonderabschreibungen und günstige Darlehen zum Kauf eines eAutos gelockt werden. Der Schlüssel in Richtung Massenmarkt in Deutschland bleibe laut Experten jedoch die potentiellen Nutzer für die Vorteile der Elektromobilität durch nutzergerechte Dienstleistungen zu sensibilisieren und somit Angst und Barrieren zu reduzieren.