Vorteile von Corporate CarSharing

23. Mar 2021 | Von Tim Ruhoff

CarSharing für Unternehmen bedeutet, dass eine Firma verschiedene Fahrzeuge besitzt und diese den Mitarbeitern zur Verfügung stellt. Dieser firmeneigene Pool an Fahrzeugen kann unterschiedlich betrieben werden: Eigene, geleaste oder gemietete Fahrzeuge, alle Fahrzeuge stehen fahrbereit auf dem Parkplatz des Unternehmens.

Corporate CarSharing in der Praxis - Wie viel sparen Unternehmen?

Mobilität ist ein erheblicher Kostenfaktor, denn Fahrzeuge sind generell sehr teuer. Unausgelastete Dienst- und Geschäftswagen sind ein riesiger Kostentreiber für ein Unternehmen, durch andere Mobilitätsdienstleistungen (Taxi, Mietwagen) entstehen weitere Zusatzkosten. Carsharing ist innovativ, umweltfreundlich, spart Kosten und ist sehr attraktiv für das Personalmarketing. Die Firma Homag beispielsweise errechnete Einsparungen von 20% durch die gemeinsame Nutzung firmeneigener Autos.

Bessere Auslastung der einzelnen Fahrzeuge

Die Kosten für die einzelnen Fahrzeuge sinken, da die Fahrzeuge viel besser ausgelastet sind. Intelligente Buchungs-Tools zeigen bei Buchungen mit gleichem Ziel und gleicher Reisezeit automatisch Mitfahrgelegenheiten auf. Die Fahrten werden sozusagen gebündelt, somit wird die Auslastung des Fuhrparks optimiert. Die Nutzungsrate pro Auto steigt, die Kosten pro Nutzer sinken. Zusätzliche Kosten (Taxi, öffentlicher Nahverkehr, Mietwagen) reduzieren sich ebenfalls.

Digitalisierte, effiziente Prozesse

Der Mitarbeiter kann - mit den entsprechenden Tools – direkt selber buchen, ein Disponent ist nicht mehr notwendig. PC, Tablet oder Smartphone – die Mitarbeiter reservieren ganz einfach selbstständig das benötigte Fahrzeug. Der Zugang zum Fahrzeug erfolgt z.B. per Chip im Führerschein.

Die Umwelt profitiert

Die Umwelt punktet durch ökologische Fahrzeugplanung, beispielsweise durch die Integration von Elektrofahrzeugen. Das Buchungsprogramm schlägt immer das effizienteste Fahrzeug vor. Dadurch wird der Fuhrpark zunehmend grüner und die CO2 Emissionen sinken.

Der Fuhrpark wird günstiger

Wie viele Fahrzeuge das Unternehmen einsparen kann, wird durch die intelligente Buchungssoftware transparent. Welche Autos werden nie oder sehr wenig genutzt und können abgeschafft werden? Zusätzlich kann das System Anreize für den Benutzer schaffen, kleinere oder umweltfreundliche Fahrzeuge zu nutzen.

Volle Kostenkontrolle hilft

Die Poolfahrzeugverwaltung bekommt, dank sauberer Abrechnungen, endlich die Kosten in den Griff. Die Verwaltung managt die Flotte vom Schreibtisch aus – sämtliche Fahrzeuge liegen auf einen Blick vor. Die Daten der Nutzungen der Autos werden übersichtlich und graphisch aufbereitet, so kann das Unternehmen feststellen, wann und wo die Autos am häufigsten genutzt werden. Die Größe der Fahrzeugflotte, auch an verschiedenen Standorten, wird optimiert, Ineffizienzen und Nutzerverhalten festgestellt und analysiert.

So viel Sparpotential ist mit Corporate CarSharing drin

Sparpotentiale durch maßgeschneiderte Firmenkonzepte

Ein modern gemanagter firmeninterner Fahrzeugpool bedeutet: bedarfsgerechte Fahrzeuge stehen fahrbereit auf dem Parkplatz des Unternehmens - wahlweise mit Verbrennungsmotor oder Elektroantrieb. Anmeldung und Reservierung erfolgt über eine Schnittstelle, die Fahrzeuge sind vernetzt und der Kundenservice vom Auto aus erreichbar.

Unterschiedliche Unternehmen haben unterschiedliche Ansprüche an die Mobilität: Häufige Routen, Peak-Auslastungen oder erhöhte Mobilität - nicht nur die Anzahl der Autos entscheidet über den Erfolg gemeinsam genutzter Fahrzeuge, sondern auch Buchungstools und Services. Ein anspruchsvolles Carsharing System erlaubt den geschäftlichen Einsatz und die private Nutzung der Fahrzeuge und überzeugt zusätzlich mit einem einfachen Abrechnungsmodus.

Sparpotentiale durch Einbindung von E-Autos

Eine Weiterentwicklung des Fahrzeugpools kann eine sinnvolle Integration von Elektrofahrzeugen (Stichwort Reichweite) bedeuten. Das ist in einem Fuhrpark einfach möglich und lohnt sich auf jeden Fall. Heutzutage kennen Buchungstools die Ladekapazität des Autos - auch wenn an diesem Tag das Auto bereits gefahren wurde oder der Wagen zwischendurch lädt. Es gibt keine Probleme mehr mit der Reichweite des E-Autos.

Für den Fuhrparkleiter ist es sehr aufwändig, jedem Mitarbeiter zu erklären, wie man das Fahrzeug lädt, warum es nicht funktioniert hat und wie weit das Auto noch fahren kann. Alle diese Aufgaben kann eine Software übernehmen. Muss ein Mitarbeiter das Elektroauto zwischendurch aufladen, so gibt es auch hier digitale Lösungen. Mithilfe einer App findet er auf der Karte die nächste Ladestation, sowie der Verfügbarkeitsstatus dieser Station (offline, besetzt oder verfügbar). Identifizierung und Aufladung des Autos können über einen QR-Code erfolgen.

Fahrzeuge mit Elektroantrieb werden so vollintegrierbar. Freie Kapazitäten könnten natürlich auch durch Privatfahrten genutzt werden. Bundesweit laufen bereits erste Studien über den unternehmensübergreifenden Einsatz von E-Autos.

Sparpotentiale ab dem ersten Auto

Gemeinsam genutzte Autos lohnen sich ab dem ersten Fahrzeug und drei Nutzern. Hat eine kleine Firma nur ein Poolfahrzeug, wird ständig nach dem Schlüssel gesucht. Hier ist der Prozessnutzen am größten, bei großen Unternehmen hingegen reduzieren sich die Gesamtkosten.